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Frankreich: Das "Commissariat Général" für nachhaltige Entwicklung legt eine Studie zu grünen Technologien vor

external Linkwww.developpement-durable.gouv.fr/article.php3?id_article=6333

Umweltminister Jean-Louis Borloo hatte mit Schreiben vom 30.6.2009 (lettre de mission) in Durchführung der Beschlüsse des "Grenelle de l' environnement" Michèle Pappalardo in ihrer Eigenschaft als Generalkommissarin den Auftrag erteilt, als Grundlage einer "echten industriellen Strategie" im Bereich der grünen Technologien eine einschlägige Studie zu erstellen. Als Ziel seines ihm vorschwebenden Investitionsplans bezeichnet er in seinem Schreiben, diesen Plan so anzulegen, dass er möglichst unter Verzicht auf importierte Produkte verwirklicht werden kann.

Jean-Louis Borloo ging bei der Erteilung des Auftrags zur Erstellung der Studie davon aus, dass eine Vertiefung der bereits vorliegenden Teilstudien unter Einbeziehung der internationalen Perspektive - Stellung der französischen Industrie im Verhältnis zu den im Wettbewerb zu Frankreich stehenden Ländern - erforderlich sei.

Auf der Grundlage der am 20.11.2009 veröffentlichten Studie "Grüne Industriezweige - Die strategischen industriellen Sektoren des Grünen Wachstums" will er demnächst die nationalen Ziele definieren und einen präzisen Aktionsplan einschließlich seiner Modalitäten und eines Zeitplans vorlegen.

Die 128 Seiten umfassende Studie, die sich auf 17 strategische Produktionslinien erstreckt, ist in 3 Teile gegliedert:

  • Zusammenfassung (I) - Seiten 7 - 17)
  • "Strategische Entwicklungsachsen und Leuchtturm- Maßnahme pro Produktionslinie" (II)
  • "Aufgabenstellung und Handlungsprioritäten pro Sektor".

In bestimmten Bereichen - so die Studie - sei es schwierig, den Rückstand der französischen Industrie aufzuholen. In diesen Fällen soll zu der Ansiedlung ausländischer Unternehmen in Frankreich ermutigt werden, um  Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Branchen und deren Produktlinien, die einen Beitrag zur Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen leisten, stehen im Vordergrund der Studie; in mehreren Fällen wurden auch Bereiche einbezogen, die keinen direkten Bezug zur Energieerzeugung haben, aber einen Beitrag zur sparsameren Nutzung und Schonung natürlicher Ressourcen und Rohstoffen liefern (z. B. chemische Biomasse; Recycling von Abfällen). 

Die Studie arbeitet unter dem "Gesichtspunkt des "Grünen Wachstums" heraus:

  • die Sektoren, die auf schon "reifen Märkten" tätig sind,
  • die Sektoren, die sich in der "Startphase" befinden,
  • die Sektoren, die sich noch im Stadium der Entstehung befinden.

Insoweit weist die von Michèle Pappalardo gezeichnete Zusammenfassung der Studie auf die "französische Exzellenz" im Forschungsbereich in Verbindung mit der Notwendigkeit hin, die wirtschaftliche Verwertung der Forschungsergebnisse zu verbessern.

Hier bedürfe es eines klaren strategischen Fahrplans der staatlichen F+E-Investitionen, der Bereitstellung einschlägiger Infrastrukturen und einer nachdrücklichen Förderung innovativer Kleiner und Mittlerer Unternehmen, damit sich aus ihnen heraus die künftigen Marktführer entwickeln können.

Die Graphiken 3, 4 und 5 der Zusammenfassung der Studie stellen den jeweiligen französischen Entwicklungsstand im Verhältnis zu den Ländern, zu denen sich Frankreich im Wettbewerb zu anderen Ländern - darunter USA, Japan und Deutschland - sieht, dar.

U. a. verdient auch der Abschnitt "Die strategische Stellung der einschlägigen französischen industriellen Sektoren" und die daraus  für den angekündigten "Aktionsplan" abgeleiteten Schussfolgerungen Aufmerksamkeit.

Wegen des Zeitdrucks, unter dem die Studie zustande kam, hält Generalkommissarin Pappalardo noch eine vertiefende Diskussion mit den staatlichen Dienststellen, mit den hauptsächjlich betroffenenen staatlichen Forschungseinrichtungen und den einschlägigen Wirtschaftsverbänden für erforderlich.

Quelle: www.ecologie.gouv.fr

Redaktion: 02.12.09, von: Dr. Hermann Schmitz-Wenzel, DFGWT

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